{"id":2213,"date":"2023-09-09T14:11:57","date_gmt":"2023-09-09T14:11:57","guid":{"rendered":"https:\/\/idaflieg.de\/?p=2213"},"modified":"2023-09-09T14:11:57","modified_gmt":"2023-09-09T14:11:57","slug":"diesen-effekt-hat-der-boden","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/idaflieg.de\/?p=2213","title":{"rendered":"Diesen Effekt hat der Boden"},"content":{"rendered":"\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Mal liebt man ihn, mal hasst man ihn &#8211; Der Bodeneffekt ist den meisten Segelflieger:innen bekannt. Das Sch\u00fcler:innen-Messprojekt, liebevoll Sch\u00fcMP genannt, hat seinen Fokus in diesem Jahr auf die Vermessung des Bodeneffekts gelegt. Wie jedes Jahr ist das Hauptziel des SMPs, Flugsch\u00fcler:innen abseits des Zacherns die Welt der wissenschaftlichen Luftfahrt n\u00e4herzubringen. Im Rahmen dieses Vorhabens hatten die angehenden Pilot:innen die M\u00f6glichkeit, aktiv am Auslegen des Messprojekts mitzuwirken und dabei zu erfahren, wie die darauffolgende Auswertung vonstattengeht.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><br>Nachdem wir gemeinsam ein vorl\u00e4ufiges Messprotokoll erstellt hatten, ging es daran, erste Probefl\u00fcge in einem Twin II durchzuf\u00fchren. So sollten die Plausibilit\u00e4t der Messungen, das Protokoll und den Ablauf des Messprojekts \u00fcberpr\u00fcft werden. Das Protokoll sah vor, dass die Pilot:innen, unbeeinflusst vom Bodeneffekt, bei einer vorher bestimmten H\u00f6he in der Luft abfangen sollten. Hierbei half ein unkompensiertes Vario. W\u00e4hrenddessen nahmen die Flugsch\u00fcler:innen die Zeit auf, die das Man\u00f6ver dauerte. Schnell wurde der Besatzung aus Pilot:in und Flugsch\u00fcler:in klar, dass thermische Aktivit\u00e4ten die Messungen stark beeinflussten. Daraufhin wurde beschlossen, die Messungen des Abfangens in der H\u00f6he am Morgen w\u00e4hrend der Statischen durchzuf\u00fchren. <\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Messungen in Bodenn\u00e4he wurden dann im Laufe des Tages aufgenommen, wof\u00fcr die g\u00fcnstigere Startart, der Windenstart, verwendet wurde. Nach einer schnellen Platzrunde wurden im Endanflug die Bremsklappen auf den letzten Metern eingefahren, um ungest\u00f6rt Ausschweben zu k\u00f6nnen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><br>Bei der vorl\u00e4ufigen Auswertung war direkt ersichtlich, dass der Bodeneffekt einen messbaren Unterschied verursacht. In der Regel dauert das Abfangen mit Bodeneffekt bei 100 km\/h in einem Twin II zwei bis drei Sekunden l\u00e4nger als in der H\u00f6he ohne den Effekt. Dies konnte auch durch die Auswertung des Loggers best\u00e4tigt werden, obwohl die Abst\u00e4nde zwischen den Datenpunkten noch verkleinert werden sollten. Insgesamt ist die Plausibilit\u00e4t des Vorhabens damit erstmal bewiesen. <br>Wie im letzten Jahr konnte das Sch\u00fcler:innen-Messprojekt erste Einblicke in das wissenschaftliche Fliegen vermitteln. Die Flugsch\u00fcler:innen sammelten Erfahrungen \u00fcber den Bodeneffekt, eines der schwierigen Themen der Flugaerodynamik. Die f\u00fcr dieses Projekt gesetzten Ziele wurden also erreicht. Noch mehr, die Sch\u00fcler:innen, die daran mitgewirkt haben, konnten miterleben, wie man ein Sondermessprojekt aufstellt und organisiert, wie man ein Protokollblatt erstellt und wie die Auswertung aussieht. In Zukunft sollten auch andere Segelflugzeuge untersuchen werden, um einen Zusammenhang zwischen Bodeneffekt und der Fl\u00fcgelfl\u00e4che und -form zu finden. <\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">(Verfasst von Janik Gudszend)<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Mal liebt man ihn, mal hasst man ihn &#8211; Der Bodeneffekt ist den meisten Segelflieger:innen bekannt. 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